Die Katalysatorfunktionen partizipativer Planung im Umweltschutz: kooperative und partizipative Projekte als neue Instrumente einer umsetzungsorientierten Umwelt- und Landschaftsplanung

Research output: ThesisDoctoral thesis

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Original languageGerman
Awarding Institution
  • University of Stuttgart
Place of PublicationStuttgart
Publication statusPublished - 2001

Abstract

The concept of environmental protection changed strictly in recent years. It is more and more a way of integrating interests and values of different social groups involved in environmental conflicts. Three case studies compile the database of this investigation. The goal is to understand the process and the activities in participation and mediation projects. If the process adresses lay people not organized in groups but perhaps bewilderd by a project in discussion or if organized stakeholdergroups take part, the atmosphere will change obviously. In this study it is suggested to discuss the following criteria to evaluate the results of the discursive efforts: the discursive capacity to resolve a problem in the new manner must be big enough, the direct discourse to communicate facetoface must be fair in the eyes of all participants, the quality of the proceedings and other outcomes must be high also in comparison to an expert verdict, the imple-mentation of the process and its results must fit in the legal political and administra-tion system and the scientific and practical progress must be appreciated by the community of managers especially if the project has an innovative character or function. What we need is a collective judgement gained from a methodological process. Of course the method to choose is under discussion and has to be appropriate to the problem in question. Managers cannot control such a process completely but they can understand what consequences follow from certain project decisions. Cooperative and participatory environmental planning will not replace the legal system of planning and deciding but it will innovate this system by giving a clear picture of the interests and the values of people involved in these processes. To pass and implement plans in this way will be more fair than the traditional way.

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@phdthesis{433ebf7613294a22ad1d8a20356a4c73,
title = "Die Katalysatorfunktionen partizipativer Planung im Umweltschutz: kooperative und partizipative Projekte als neue Instrumente einer umsetzungsorientierten Umwelt- und Landschaftsplanung",
abstract = "Zunehmend wird im vorsorgenden Umweltschutz der Ausgleich von Wertdifferenzen und Interessen zur Voraussetzung der Umsetzung von Pl{\"a}nen und Programmen. Die zun{\"a}chst deskriptiv geschilderten F{\"a}lle aus den Bereichen des Hochwasserschutzes, der Abfall- sowie der Landschafts- und Agrarplanung werden mithilfe eines Entscheidungsmodells, eines Akteursmodells und eines Projektzyklusmodells in ihre planerischen Komponenten zerlegt. In einem Morphologischen Kasten werden dann die jeweils funktionsidentischen Steuerungselemente darstellt. Aus den Erfahrungen der Fallstudien k{\"o}nnen folgende Erfolg f{\"o}rdernde Kennzeichen zur Diskussion gestellt werden: die realistische Einsch{\"a}tzung der Probleml{\"o}sekapazit{\"a}t eines diskursiven Ansatzes gegen{\"u}ber einem nicht diskursiven Ansatz, die Diskursivit{\"a}t, d. h. die Verst{\"a}ndigungsorientierung im Projekt selbst, die Qualit{\"a}t der Pro-jekt- und Diskursergebnisse, der Integrationserfolg der projektf{\"o}rmigen Diskurse in formale und legitimierte Planungs- und Entscheidungssysteme und f{\"u}r Forschungs- und Pilotprojekte die erreichte Verbesserung des Wissensstandes in Forschung und Praxis. Diskursive Projektkonstellationen m{\"u}ssen eine notwendigen Tiefe der Er{\"o}rterungen beziehungsweise eine „Bedachtheit“ des Beratungsergebnisses (Deliberationsstufe) gew{\"a}hrleisten. Spontane Urteile k{\"o}nnen in deliberierte, bedachte Urteile transformiert werden, indem sie methodisch nachvollziehbar gebildet werden. Kooperative und b{\"u}rgernahe Projekte haben dann eine Chance, einen festen Platz im Repertoire der vorsorgeorientierten Umweltplanung zu erlangen, wenn die durch sie erzeugte Kom-plexit{\"a}t mithilfe von Instrumenten katalytisch gesteuert werden kann. Sie werden das ausdifferenzierte Umweltplanungsplanungssystem nicht ersetzen aber sinnvoll erg{\"a}nzen k{\"o}nnen.",
author = "Bettina Oppermann",
note = "Dissertation",
year = "2001",
language = "Deutsch",
school = "Universit{\"a}t Stuttgart",

}

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TY - BOOK

T1 - Die Katalysatorfunktionen partizipativer Planung im Umweltschutz

T2 - kooperative und partizipative Projekte als neue Instrumente einer umsetzungsorientierten Umwelt- und Landschaftsplanung

AU - Oppermann, Bettina

N1 - Dissertation

PY - 2001

Y1 - 2001

N2 - Zunehmend wird im vorsorgenden Umweltschutz der Ausgleich von Wertdifferenzen und Interessen zur Voraussetzung der Umsetzung von Plänen und Programmen. Die zunächst deskriptiv geschilderten Fälle aus den Bereichen des Hochwasserschutzes, der Abfall- sowie der Landschafts- und Agrarplanung werden mithilfe eines Entscheidungsmodells, eines Akteursmodells und eines Projektzyklusmodells in ihre planerischen Komponenten zerlegt. In einem Morphologischen Kasten werden dann die jeweils funktionsidentischen Steuerungselemente darstellt. Aus den Erfahrungen der Fallstudien können folgende Erfolg fördernde Kennzeichen zur Diskussion gestellt werden: die realistische Einschätzung der Problemlösekapazität eines diskursiven Ansatzes gegenüber einem nicht diskursiven Ansatz, die Diskursivität, d. h. die Verständigungsorientierung im Projekt selbst, die Qualität der Pro-jekt- und Diskursergebnisse, der Integrationserfolg der projektförmigen Diskurse in formale und legitimierte Planungs- und Entscheidungssysteme und für Forschungs- und Pilotprojekte die erreichte Verbesserung des Wissensstandes in Forschung und Praxis. Diskursive Projektkonstellationen müssen eine notwendigen Tiefe der Erörterungen beziehungsweise eine „Bedachtheit“ des Beratungsergebnisses (Deliberationsstufe) gewährleisten. Spontane Urteile können in deliberierte, bedachte Urteile transformiert werden, indem sie methodisch nachvollziehbar gebildet werden. Kooperative und bürgernahe Projekte haben dann eine Chance, einen festen Platz im Repertoire der vorsorgeorientierten Umweltplanung zu erlangen, wenn die durch sie erzeugte Kom-plexität mithilfe von Instrumenten katalytisch gesteuert werden kann. Sie werden das ausdifferenzierte Umweltplanungsplanungssystem nicht ersetzen aber sinnvoll ergänzen können.

AB - Zunehmend wird im vorsorgenden Umweltschutz der Ausgleich von Wertdifferenzen und Interessen zur Voraussetzung der Umsetzung von Plänen und Programmen. Die zunächst deskriptiv geschilderten Fälle aus den Bereichen des Hochwasserschutzes, der Abfall- sowie der Landschafts- und Agrarplanung werden mithilfe eines Entscheidungsmodells, eines Akteursmodells und eines Projektzyklusmodells in ihre planerischen Komponenten zerlegt. In einem Morphologischen Kasten werden dann die jeweils funktionsidentischen Steuerungselemente darstellt. Aus den Erfahrungen der Fallstudien können folgende Erfolg fördernde Kennzeichen zur Diskussion gestellt werden: die realistische Einschätzung der Problemlösekapazität eines diskursiven Ansatzes gegenüber einem nicht diskursiven Ansatz, die Diskursivität, d. h. die Verständigungsorientierung im Projekt selbst, die Qualität der Pro-jekt- und Diskursergebnisse, der Integrationserfolg der projektförmigen Diskurse in formale und legitimierte Planungs- und Entscheidungssysteme und für Forschungs- und Pilotprojekte die erreichte Verbesserung des Wissensstandes in Forschung und Praxis. Diskursive Projektkonstellationen müssen eine notwendigen Tiefe der Erörterungen beziehungsweise eine „Bedachtheit“ des Beratungsergebnisses (Deliberationsstufe) gewährleisten. Spontane Urteile können in deliberierte, bedachte Urteile transformiert werden, indem sie methodisch nachvollziehbar gebildet werden. Kooperative und bürgernahe Projekte haben dann eine Chance, einen festen Platz im Repertoire der vorsorgeorientierten Umweltplanung zu erlangen, wenn die durch sie erzeugte Kom-plexität mithilfe von Instrumenten katalytisch gesteuert werden kann. Sie werden das ausdifferenzierte Umweltplanungsplanungssystem nicht ersetzen aber sinnvoll ergänzen können.

UR - https://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/28

M3 - Dissertation

CY - Stuttgart

ER -

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