Ambivalente Orte: Entwurfsstrategien für post-militärische Landschaften$d = Ambivalent Places: Design strategies for post-military landscapes : design strategies for post-military landscapes

Research output: ThesisDoctoral thesis

Authors

  • Verena Butt
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Details

Original languageGerman
QualificationDoktor-Ingenieur(in) (Dr.-Ing.)
Awarding Institution
Supervised by
Date of Award15 Dec 2023
Place of PublicationHannover
Publication statusPublished - 29 May 2024

Abstract

From the 19th century until the end of the Cold War, in Germany a considerable militarisation of the landscape took place, as a result of which thousands of square kilometres of civilian landscapes became restricted military areas. Since the fall of the Iron Curtain, many of these isolated zones have been transformed back into civilian landscapes. This work examines these post-military landscapes and their fundamental two-fold ambivalence. The first is based on the historical dimension. The work shows that post-military landscapes are places relevant to the culture of remembrance for the injustices that took place in the course of their militarisation. But it also makes it clear that the landscape’s specific military heritage, e.g. arising from training practice and weapon testing, is often suppressed or forgotten. The second ambivalence is evident when viewed from the perspective of nature conservation, because while post-military landscapes are seen on the one hand as relics of historical, pre-military cultural landscapes that need to be preserved, they are also considered as untouched wildernesses. The present work adds to this a third perspective, that of nature and landscape in the Anthropocene. Based on this two-fold ambivalence, it is shown how landscape architectural design can promote the future-oriented development of such areas. From the synthesis of theoretical reflection and insights from teaching and practical projects, five transferable landscape architectural design strategies for post-military landscapes are presented, which take different attitudes in the context of this ambivalence. They are characterized by a basic attitude of multi-perspectivity, interdisciplinarity and multi-temporality.

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title = "Ambivalente Orte: Entwurfsstrategien f{\"u}r post-milit{\"a}rische Landschaften$d = Ambivalent Places: Design strategies for post-military landscapes : design strategies for post-military landscapes",
abstract = "Seit dem 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kalten Krieges fand in Deutschland eine erhebliche Militarisierung der Landschaft statt, wodurch zivile Landschaften zu milit{\"a}rischen Sperrgebieten wurden. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden viele dieser isolierten Fl{\"a}chen wieder zivil nutzbar. Diese Arbeit widmet sich diesen post-milit{\"a}rischen Landschaften, die von tiefgreifenden Ambivalenzen gepr{\"a}gt sind. Es werden zwei grundlegende Ambivalenzen post-milit{\"a}rischer Landschaften untersucht. Die erste begr{\"u}ndet sich in der historischen Dimension. Die Arbeit zeigt, dass post-milit{\"a}rische Landschaften relevante Orte der Erinnerungskultur f{\"u}r das Unrecht sind, das im Zuge ihrer Militarisierung stattfand. Sie verdeutlicht aber auch, dass die milit{\"a}rischen Aspekte dieser im Sinne eines Erbes relevanten Landschaft oftmals verdr{\"a}ngt oder vergessen werden. Die zweite Ambivalenz zeigt sich in ihrer naturschutzfachlichen Betrachtung, denn w{\"a}hrend post-milit{\"a}rische Landschaften einerseits als zu konservierende Relikte historischer Kulturlandschaften gesehen werden, gelten sie zugleich als unber{\"u}hrte Wildnis. Diese Arbeit erg{\"a}nzt dies um eine dritte Perspektive, die der Natur und Landschaft im Anthropoz{\"a}n. Ausgehend von diesen Ambivalenzen wird dargestellt, wie das landschaftsarchitektonische Entwerfen eine zukunftsgerichtete Entwicklung dieser Fl{\"a}chen bef{\"o}rdern kann. Aus der Synthese von Theoriereflexion und den Erkenntnissen aus Lehr- und Praxisprojekten werden f{\"u}nf {\"u}bertragbare landschaftsarchitektonische Entwurfsstrategien f{\"u}r post-milit{\"a}rische Landschaften vorgestellt, die unterschiedliche Haltungen im Feld der Ambivalenzen einnehmen. Sie sind von einer Grundhaltung von Multiperspektivit{\"a}t, Interdisziplinarit{\"a}t und Multitemporalit{\"a}t gekennzeichnet. g",
author = "Verena Butt",
year = "2024",
month = may,
day = "29",
doi = "10.15488/17400",
language = "Deutsch",
school = "Gottfried Wilhelm Leibniz Universit{\"a}t Hannover",

}

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TY - BOOK

T1 - Ambivalente Orte

T2 - Entwurfsstrategien für post-militärische Landschaften$d = Ambivalent Places: Design strategies for post-military landscapes : design strategies for post-military landscapes

AU - Butt, Verena

PY - 2024/5/29

Y1 - 2024/5/29

N2 - Seit dem 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kalten Krieges fand in Deutschland eine erhebliche Militarisierung der Landschaft statt, wodurch zivile Landschaften zu militärischen Sperrgebieten wurden. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden viele dieser isolierten Flächen wieder zivil nutzbar. Diese Arbeit widmet sich diesen post-militärischen Landschaften, die von tiefgreifenden Ambivalenzen geprägt sind. Es werden zwei grundlegende Ambivalenzen post-militärischer Landschaften untersucht. Die erste begründet sich in der historischen Dimension. Die Arbeit zeigt, dass post-militärische Landschaften relevante Orte der Erinnerungskultur für das Unrecht sind, das im Zuge ihrer Militarisierung stattfand. Sie verdeutlicht aber auch, dass die militärischen Aspekte dieser im Sinne eines Erbes relevanten Landschaft oftmals verdrängt oder vergessen werden. Die zweite Ambivalenz zeigt sich in ihrer naturschutzfachlichen Betrachtung, denn während post-militärische Landschaften einerseits als zu konservierende Relikte historischer Kulturlandschaften gesehen werden, gelten sie zugleich als unberührte Wildnis. Diese Arbeit ergänzt dies um eine dritte Perspektive, die der Natur und Landschaft im Anthropozän. Ausgehend von diesen Ambivalenzen wird dargestellt, wie das landschaftsarchitektonische Entwerfen eine zukunftsgerichtete Entwicklung dieser Flächen befördern kann. Aus der Synthese von Theoriereflexion und den Erkenntnissen aus Lehr- und Praxisprojekten werden fünf übertragbare landschaftsarchitektonische Entwurfsstrategien für post-militärische Landschaften vorgestellt, die unterschiedliche Haltungen im Feld der Ambivalenzen einnehmen. Sie sind von einer Grundhaltung von Multiperspektivität, Interdisziplinarität und Multitemporalität gekennzeichnet. g

AB - Seit dem 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kalten Krieges fand in Deutschland eine erhebliche Militarisierung der Landschaft statt, wodurch zivile Landschaften zu militärischen Sperrgebieten wurden. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden viele dieser isolierten Flächen wieder zivil nutzbar. Diese Arbeit widmet sich diesen post-militärischen Landschaften, die von tiefgreifenden Ambivalenzen geprägt sind. Es werden zwei grundlegende Ambivalenzen post-militärischer Landschaften untersucht. Die erste begründet sich in der historischen Dimension. Die Arbeit zeigt, dass post-militärische Landschaften relevante Orte der Erinnerungskultur für das Unrecht sind, das im Zuge ihrer Militarisierung stattfand. Sie verdeutlicht aber auch, dass die militärischen Aspekte dieser im Sinne eines Erbes relevanten Landschaft oftmals verdrängt oder vergessen werden. Die zweite Ambivalenz zeigt sich in ihrer naturschutzfachlichen Betrachtung, denn während post-militärische Landschaften einerseits als zu konservierende Relikte historischer Kulturlandschaften gesehen werden, gelten sie zugleich als unberührte Wildnis. Diese Arbeit ergänzt dies um eine dritte Perspektive, die der Natur und Landschaft im Anthropozän. Ausgehend von diesen Ambivalenzen wird dargestellt, wie das landschaftsarchitektonische Entwerfen eine zukunftsgerichtete Entwicklung dieser Flächen befördern kann. Aus der Synthese von Theoriereflexion und den Erkenntnissen aus Lehr- und Praxisprojekten werden fünf übertragbare landschaftsarchitektonische Entwurfsstrategien für post-militärische Landschaften vorgestellt, die unterschiedliche Haltungen im Feld der Ambivalenzen einnehmen. Sie sind von einer Grundhaltung von Multiperspektivität, Interdisziplinarität und Multitemporalität gekennzeichnet. g

U2 - 10.15488/17400

DO - 10.15488/17400

M3 - Dissertation

CY - Hannover

ER -

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